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Der Beginn dieses Prozesses gegen Jiang Zemin, ist in seiner Tragweite und Bedeutung gleichrangig neben denen gegen Milosevic und Pinochet zu sehen und könnte die Tatsachen über Folter und Völkermord an Falun Gong-Praktizierenden in China endlich auch ans juristisch beweisbare Tageslicht bringen. Amnesty International habe Kontakt zu den Klägern von Falun Gong aufgenommen, um sie bei der strafrechtlichen Klage gegen Jiang Zemin zu unterstützen, das erklärte T. Kumar, Leiter der Asien-Pacific-Abteilung von ai anlässlich der Veröffentlichung des Amnesty International Menschenrechtsberichtes 2003 auf einer Pressekonferenz in Washington, DC, am 28. Mai. Nervöse Reaktionen in China Der Gerichtsgang der Falun Gong-Praktizierenden löste bei Mitgliedern der chinesischen Regierung offensichtlich einen Schock aus. Berichten zufolge nutzen alarmierte chinesische Regierungsebenen derzeit diplomatische und andere Wege, um die Regierung der USA und anderer westlicher Staaten wissen zu lassen, dass „Jiang Zemin bereit ist, jeden Preis zu zahlen, um zu verhindern, dass dieser Fall weiterverfolgt wird.“ In den USA sind mehrere chinesische Delegationen unterwegs, um Druck auszuüben und Verleumdungen über Falun Gong-Praktizierende zu verbreiten. Jiang Zemin, der Drahtzieher gegen Falun Gong und immer noch mächtiger Chef der Militärkommission, setzte neue „Spezialagenten“ in der chinesischen Staatssicherheitsbehörde ein, die sich speziell mit allen Fragen im Umfeld der Klagen befassen, die von im Ausland lebenden Falun Gong-Praktizierenden eingereicht wurden. Die Spezialeinheit in China erkundet und „eliminiert“ alle Personen und Aktivitäten, die den Klägern in dem U.S.-Gerichtsverfahren hilfreich sein könnten. Sie behandelt alle denkbaren Kläger wie Schwerverbrecher, spioniert sie aus, überwacht sie und verhaftet sie schließlich. Internetseiten werden nach möglichen Klägern durchsucht. Die Polizei ist besonders eifrig, weil sie dank finanzieller Sonderzulagen für die eigene Tasche arbeitet. Klägerin wurde durch chinesische Behörden entführt und ist seit drei Wochen verschwunden Meiyu Zhao, eine 25 Jahre alte Falun Gong-Praktizierende, war während ihrer eineinhalbjährigen Haftzeit in einem chinesischen Arbeitslager verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt. Erst nach der Zahlung von 1.200 US-Dollar durch ihre Familie, wurde sie entlassen. Als sie dann von der geplanten Klage gegen Jiang Zemin hörte, entschloss sie sich, als Klägerin ihren eigenen Fall zu dokumentieren. Ihre Telefongespräche mit der in den USA lebenden Schwester wurden offensichtlich abgehört. Vor etwa drei Wochen wurde ihre Wohnung durchsucht und geplündert, alle relevanten Dokumente für die Klage gegen Jiang Zemin wurden konfisziert. Meiyu Zhao selbst wurde von Beamten mitgenommen und ist seither verschwunden. Entsprechend chinesischer Quellen ist anzunehmen, dass dieses kein Einzelfall ist. Nur durch die im Ausland lebende Schwester konnte der Fall entdeckt werden. Die Schwester bittet die Regierung und die Bevölkerung in den USA um Hilfe zur Rettung ihrer Schwester. Dr. Charles Li – ein Amerikaner in chinesischer Haft im Hungerstreik Ebenfalls als Kläger gegen Jiang Zemin will Dr. Charles Li auftreten. Er ist amerikanischer Staatsbürger und wurde in China sofort nach seiner Einreise festgenommen. Im April 2003 wurde er in einem Pseudo-Prozess zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er angeblich das Anzapfen von Fernsehsendern vorbereitet haben soll (http://www.faluninfo.de/90.0.html). Dr. Li hat kürzlich ein 96-seitiges Dokument erstellt, um auch als Kläger gegen Jiang Zemin aufzutreten. Beamte des Nanjing-Gefängnisses entfernten daraus widerrechtlich acht Seiten, bevor sie es an das U.S. Konsulat sandten. Dr. Li befindet sich nach Auskunft des amerikanischen Konsulats in Schanghai seit sechs Tagen im Hungerstreik, um gegen seine illegale Inhaftierung, die Verfolgung von Falun Gong und seine ungesetzliche Behandlung durch das chinesische Sicherheitspersonal zu protestieren. Dr. Li darf weder von seiner Verlobten, Frau Yeong-Ching Foo, noch von Vertretern des amerikanischen Konsulats in Schanghai besucht werden, angeblich wegen der starken Verbreitung von SARS in der Gegend des Nanjing-Gefängnisses. Der Hungerstreik ist die einzige Möglichkeit, einen generellen Protest auszudrücken. Man muss befürchten, dass Dr. Li unfachmännisch zwangsernährt wird, wie es in den chinesischen Gefängnissen üblich ist. Nach Aussage des letzten UN Menschenrechtsberichts, sind viele Falun Gong-Praktizierende an den Folgen von unsachgemäß ausgeführter Zwangs-Ernährung gestorben, wenn sie sich im Hungerstreik in chinesischen Gefängnissen oder Arbeitslagern im Hungerstreik befanden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.350 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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